Idee & Geschichte

Das Programm der „Europäischen Kulturstraßen“ ist ein Instrument des Europarates, um das gemeinsame Kulturerbe von Europa, das aus der Vielfältigkeit der europäischen Gesellschaften kommt, aufzuwerten. Jede Straße beruht auf ein Thema, das symbolisch für europäische Werte steht. Die Kulturstraßen durchlaufen mehrere Länder.

1984 hat der Europarat das Programm der „Europäischen Kulturstraßen“ ins Leben gerufen. Dieses Programm stützt sich auf die Idee, dass die Besichtigung einer Kulturstraße Erfahrungen einer europäischen und multikulturellen Identität ermöglichen sollen. Mit dem „Jakobsweg“ wurde 1985 die erste Kulturstraße umgesetzt. Nach dieser Kulturstraße haben sich weitere Projekte entwickelt – Stand 2025 zählt der Europarat 48 zertifizierte Routen.

1991 wurde das Thema Heinrich Schickhardt von den Städten Esslingen, Freudenstadt, Göppingen, Herrenberg, Leonberg, Montbéliard, Riquewihr, Stuttgart, Tübingen und Horbourg-Wihr dem Europarat vorgetragen und von diesem 1992 als „Europäische Kulturstraße“ anerkannt. Am 16. Juni 2004 wurde sie zur „Kulturstraße des Europarates“ erhoben und erhielt dadurch eine bedeutende Aufwertung.

Seit 2013 müssen Europäische Kulturstraßen mindestens drei Länder miteinander verbinden, um vom Europarat anerkannt zu werden. Die Schickhardt-Straße, die ursprünglich „nur“ Deutschland und Frankreich verband, wurde 2019 erfolgreich in ein drittes Land erweitert – in die Schweiz, nach Le Theusseret-Goumois.

Ein Antrag auf Wiederaufnahme in das Programm des Europarats ist derzeit nicht vorgesehen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Weiterentwicklung der Route als lebendiges Kulturprojekt, das die gemeinsamen historischen Wurzeln und die grenzüberschreitende Verbundenheit der Regionen sichtbar macht.

Wir verstehen die Schickhardt-Straße als Teil der Initiative „Europäische Kulturstraßen“: als Beitrag zu einem gemeinsamen europäischen Kulturerbe, das Länder und Menschen miteinander verbindet.