Am Vortag des Geburtstags des herzoglichen Baumeisters Heinrich Schickhardt (5. Februar 1558) besuchte der Vorstand der Europäischen Kulturstraße Heinrich Schickhardt dessen Geburtsstadt Herrenberg.
Empfang bei Oberbürgermeister Nico Reith
Der Empfang bei Oberbürgermeister Nico Reith diente dem Austausch über die deutsch-französischen Verbindungen, die sich aus dem gemeinsamen architektonischen Erbe Heinrich Schickhardts ergeben. Zu diesen zählen bedeutende Bauwerke und Stadtanlagen wie die Planstadt Freudenstadt, Riquewihr oder Herrenberg selbst. Ebenso standen die gemeinsame Geschichte mit dem Haus Württemberg sowie Überlegungen zu Synergien und künftigen gemeinsamen Projekten im Mittelpunkt – auch mit Blick auf das 800-jährige Stadtjubiläum Herrenbergs im Jahr 2028.


Führung durch die Stiftskirche
Im Anschluss folgte eine Führung durch die Stiftskirche Herrenberg mit Dr. Michaela Bautz, Kunsthistorikerin. Besonderes Augenmerk galt dem Chorgestühl, das von Heinrich Schickhardt dem Älteren, dem Vater des Baumeisters, geschaffen wurde. Danach ging es hinauf auf den Turm der Stiftskirche zum eindrucksvollen Glockenmuseum.
Die Altstadt von Herrenberg
Am Nachmittag führte Elisabeth Kaiser die deutsch-französische Gruppe durch die Altstadt von Herrenberg. An der Führung nahmen unter anderem der Vereinspräsident Vincent Scherrer aus Riquewihr (Frankreich), die Vorstandsmitglieder René Hengel, stellvertretender Kassier aus Ostheim (Frankreich), Fabienne Janz aus Freudenstadt (Vizepräsidentin des Vereins) sowie Rainer Stingel, ehemaliger Leiter der Bauverwaltung der Stadt Herrenberg und Kassier des Vereins, teil. Der Rundgang führte vorbei am Geburtshaus Heinrich Schickhardts sowie an seinem späteren Wohnhaus.
Schloss Mauren
Den Abschluss bildete der Besuch des Schickhardt-Baus Schloss Mauren, ermöglicht durch Felix und Anke Krohmer und den Eltern Alexandra und Ernst Krohmer. Herzlichen Dank dafür und für die Zeit, die sie sich für uns genommen haben.
Das Schloss war 1943 durch einen Luftangriff zerstört worden und wurde vom Architekten Ingo Bucher-Beholz durch den Bau eines modernen Mehrgenerationenhauses wieder bewohnbar gemacht. Das 2005 fertiggestellte Gebäude ist bekannt: Als Holz-Glas-Konstruktion auf Stahlstelzen „schwebt“ es über den Ruinen des historischen Schlosses.
Bilder: Heinrich Schickhardt Kulturstraße, Fabienne Janz
Text: Heinrich Schickhardt Kulturstraße
