Warum Schickhardt?

Heinrich Schickhardt, ein Genie zwischen Renaissance-Kunst, technischer Innovation und europäischer Diplomatie. Warum seine Geschichte mehr ist als nur Architektur, erfahren Sie hier.


Württemberg und Montbéliard: Eine 470-jährige deutsch-französische Verbindung

Am 15. Dezember 1324 (7. Dezember julianisch) erwarb Graf Ulrich III. von Württemberg die Grafschaft Horburg mit Reichenweier – ein scheinbar gewöhnlicher Kauf, der den Grundstein für eine jahrhundertelange Verbindung über den Rhein legte.

Mit der Heirat Eberhards IV. von Württemberg und Henriette de Monfaucon im Jahr 1397 wurde die Grafschaft Montbéliard württembergisch. Fast 470 Jahre lang verbanden Württemberg, Montbéliard und elsässische Besitzungen nicht nur politisch, sondern auch kulturell beide Seiten des Rheins.


Ein gemeinsames Erbe

Diese Verbindung prägte die Region nachhaltig:

  • Gemeinsame Konfession:
    Die lutherische Reformation verband Württemberg und Montbéliard.
  • Sprachliche Spuren:
    Deutschsprachige Minderheiten im französischen Montbéliard und frankophone Einflüsse am württembergischen Hof.
  • Bildungstradition:
    Studierende aus Montbéliard und dem Elsass besuchten das evangelische Stift in Tübingen.

Heinrich Schickhardt – Architekt einer europäischen Idee

Kein anderer verkörpert diese Verbindung so wie Heinrich Schickhardt (1558–1635). Der Baumeister aus Herrenberg wirkte beiderseits des Rheins und hinterließ ein einzigartiges Erbe:

  • Bauwerke wie der Temple Saint-Martin (Montbéliard), die Ulrichsbrücke (Köngen) oder das Haus Dieffenbach (Riquewihr) zeugen noch heute von seinem Schaffen.
  • Als Pionier der Renaissance nördlich der Alpen und technischer Innovator verband er Kunst, Handwerk und Wissenschaft.

Die Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt

Der Verein Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt setzt sich dafür ein,

  • Schickhardts Werk zu erforschen und zu bewahren,
  • die deutsch-französische Geschichte erlebbar zu machen,
  • den europäischen Austausch zu fördern.

Warum das wichtig ist:
Schickhardts Bauten sind mehr als Steine – sie erzählen die Geschichte einer europäischen Region, die Grenzen überwand. Eine Geschichte, die bis heute nachwirkt.


Ihre Meinung ist gefragt: Sollten wir noch mehr auf die heutigen Spuren dieser Verbindung eingehen – oder lieber Schickhardts technische Innovationen vertiefen? Schreiben Sie uns.


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